Alle Episoden

An dir ist nichts kaputt. Du richtest deine ganze Kraft nur aufs Falsche.

An dir ist nichts kaputt. Du richtest deine ganze Kraft nur aufs Falsche.

9m 26s

Halb zwei nachts, du baust an einem Werkzeug rum, statt das Eigentliche anzugehen. Und alle Erklärungen — Vermeidung, kaputtes Selbstwertgefühl, alte Wunden — klingen klug. Aber sie sind Ausreden.

Weil die Wahrheit unbequemer ist: An dir ist nichts kaputt. Dein Motor läuft. Du hängst ihn nur ans Falsche. Und ab dem Moment, wo du das weißt, fällt jede Ausrede weg.

Eine Folge über die Feigheit, die sich als Produktivität verkleidet.

Bodenhaftung — Psychologie ohne Bullshit. Neue Folge jeden Donnerstag.

Du gibst weiter, was dich selbst verletzt hat — ohne es zu merken

Du gibst weiter, was dich selbst verletzt hat — ohne es zu merken

8m 14s

Du gehst dazwischen, korrigierst, übernimmst und fühlst dich dabei komplett im Recht. Das miese Gefühl kommt erst abends, wenn's ruhig ist.

Diese Folge handelt von einem Muster, das sich nicht wie ein Muster anfühlt. Sondern wie die Wahrheit. Ein unsichtbarer Richter in deinem Kopf, geerbt von Leuten, die ihn selbst geerbt hatten und die Frage, ob die Kette bei dir reissen kann.

Bodenhaftung — Psychologie ohne Bullshit. Neue Folge jeden Donnerstag.

Du triffst deine wichtigsten Entscheidungen nicht selbst

Du triffst deine wichtigsten Entscheidungen nicht selbst

9m 17s

Du weißt eigentlich, was richtig wäre. Und machst es trotzdem nicht. Diese Folge dreht sich um die eine Frage, die ich mir in solchen Momenten inzwischen stelle: Wer hat das gerade eigentlich entschieden?

In uns sitzt nicht ein einziges Ich, das am Steuer ist. Über die Jahre sind für mich drei Bilder daraus geworden. Der Affe, der schnelle Erleichterung will, laut ist und nie müde wird. Der Fels, der die Linie hält, aber allein zur kalten Mauer werden kann. Und der Leuchtturm, der leise weiß, worum es im Kern geht, wenn der Lärm mal kurz aufhört.

Es geht nicht darum,...

Mögen sie dich oder deine Erreichbarkeit?

Mögen sie dich oder deine Erreichbarkeit?

9m 12s

Dein Kalender war schon voll, das wusstest du. Trotzdem kam das Ja, fast bevor die Frage zu Ende war. Jetzt sitzt du im Auto und spürst diesen dumpfen Groll, nicht gegen den, der gefragt hat, sondern gegen das Ja, das du selbst gesagt hast.

In dieser Folge geht es nicht darum, wie du das Nein besser formulierst. Es geht um die Schicht darunter: Das automatische Ja ist keine Freundlichkeit, es ist Angst in höflicher Verpackung. Mit Naomi Eisenbergers Forschung zu sozialem Schmerz schaue ich darauf, warum Ablehnung im Körper dieselben Schmerzbahnen aktiviert wie ein physischer Schlag und warum dein System...

Dranbleiben lernt man nicht durch Zähne zusammenbeißen

Dranbleiben lernt man nicht durch Zähne zusammenbeißen

11m 12s

Es gibt diesen einen Gedanken, kurz bevor man aufhört: Ich könnte jetzt einfach zumachen, und keiner würde es merken. Diese Folge handelt davon, was du tust, wenn er kommt.

Die meisten glauben, Dranbleiben sei eine Frage von Motivation und Disziplin, von Zähne zusammenbeißen. Ist es nicht. Motivation trägt nie durch, sie kommt und geht. Was trägt, ist Identität und eine simple Sache: noch im Raum zu sein, wenn es passiert. Den Durchbruch kannst du nicht erzwingen. Du kannst nur dafür sorgen, dass du noch da bist, wenn er kommt.

Und dann die unbequeme Drehung: Es gibt zwei Arten, dabei zu...

Remote Work Konflikte: Warum Slack uns aggressiv mach

Remote Work Konflikte: Warum Slack uns aggressiv mach

10m 0s

Ein nüchterner Slack-Satz am Montagmorgen. Vier Tage später läuft die Kommunikation nur noch über Dritte. Niemand wollte den Konflikt und trotzdem ist er da. Die übliche Erklärung lautet: zu wenig Kontakt im Remote-Team. Die ist falsch.

Das Problem ist nicht die Quantität, es ist die Resonanz. Mit Martin Bubers Unterscheidung von Ich-Du und Ich-Es schaue ich darauf, warum eine Slack-Nachricht nur eine Position überträgt, fertig formuliert, ohne Zögern, ohne den Menschen dahinter. Warum der Kaffeeautomat nie um den Kaffee ging, sondern um Kalibrierung. Und warum Hartmut Rosas Begriff der Entfremdung genau das beschreibt, was viele nach Jahren im Homeoffice fühlen....

Metakognition: Wie du aus deinen Gedanken aussteigst

Metakognition: Wie du aus deinen Gedanken aussteigst

9m 50s

Deine eigenen Gedanken beobachten können ist der Teil von Selbstführung, über den kaum jemand redet. Metakognition, Denken über das Denken, ist der Moment wo du aus dem Autopiloten trittst, bevor er für dich entscheidet.

Gefühle sind Daten, kein Drama

Gefühle sind Daten, kein Drama

9m 48s

Emotionen zu unterdrücken kostet mehr als du denkst: Blutdruck, Stresshormone, das Vertrauen deines Teams. Was Emotionsregulation wirklich bedeutet: nicht Kontrolle, sondern Gefühle als Daten lesen.

Pastellfarbene Schuldgefühle

Pastellfarbene Schuldgefühle

7m 58s

Sanft, verständig, ein bisschen therapeutisch und fast immer geht es darum, dass du noch mehr heilen, regulieren, du selbst werden musst. Klingt vernünftig. Ist oft nur Selbstoptimierung in freundlicher Verpackung.

Was die Psychologie Sekundärgewinn nennt, erklärt warum: solange du an dir arbeitest, musst du dich nicht zeigen. Ich habe das selbst gerade in epischer Form durchgespielt. Und ein Gedanke aus dem MGMB-Podcast hat mich dabei erwischt.

Die Selbsthilfe-Lüge

Die Selbsthilfe-Lüge

7m 53s

Morgenroutine. Kalt duschen. Noch ein Journal. Die Selbsthilfe-Industrie funktioniert, solange du glaubst, kaputt zu sein. Diese Folge ist ein Manifest dagegen.

Die Grundannahme "du bist ein defektes System, hier ist dein Patch" ist falsch. Viktor Frankl, Daniel Wegner und Karen Horney haben präzise beschrieben, warum Kämpfen gegen sich selbst das Problem verschlimmert. Und ich erzähle, wie ich das selbst jahrelang mitgespielt habe.